Ernst Reuter, 1950. Foto: Bert Saß. LAB, F Rep. 290, Nr. II05636.

Von Kommunisten und Kolumnisten

Sebastian Haffner, Matthias Walden und das Problem der Anerkennung der DDR

von Nils Lange

Ernst-Reuter-Hefte, Heft 10

Der zehnte Band der Reihe „Ernst-Reuter-Hefte“.

Die gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüche der 1960er Jahre kündigten auch für die Deutschlandpolitik Veränderungen an. Bereits vor Willy Brandts Neuer Ostpolitik diskutierten westdeutsche Intellektuelle, Politiker und Journalisten leidenschaftlich über das Verhältnis Bonns zu den Staaten des Ostblocks. Die Publizisten Sebastian Haffner und Matthias Walden standen mit ihren politischen Kommentaren Mitte des Jahrzehnts exemplarisch für die öffentliche Debatte um die Anerkennung der DDR. Während Haffner versuchte, sich im „Stern“ von den Kategorien des Ost-West-Konflikts zu lösen, fand Walden in der „Quick“ im antitotalitären Konsens des Kalten Krieges einen sicheren Halt.

Das Heft zeichnet am Beispiel der öffentlichen Kontroverse die unterschiedliche intellektuelle Entwicklung der beiden einflussreichen Kolumnisten nach. Zugleich lenkt es den Blick auf eine spannende Episode der Geschichte des politischen Journalismus in der Bundesrepublik Deutschland.

48 Seiten, 11 Abbildungen
ISBN 978-3-95410-215-0, Preis 5,00 €

Das Heft ist über den be.bra wissenschaft verlag erhältlich.