Im Magazin. Foto: Thomas Platow, LAB.

Hauptstadtanspruch
und symbolische Politik

Die Bundespräsenz im geteilten Berlin
(1949-1990)

Projektleitung:
Michael C. Bienert, Prof. Dr. Uwe Schaper, Prof. Dr. Hermann Wentker
Projektdauer:
April 2010 bis Frühjahr 2012
Beteiligte Partner:
  • Historische Kommission zu Berlin e.V.
  • Institut für Zeitgeschichte München-Berlin
  • Landesarchiv Berlin

Im Mittelpunkt der Tagung, die am 22. und 23. April 2010 gemeinsam vom Landesarchiv Berlin, dem Institut für Zeitgeschichte und der Historischen Kommission zu Berlin e.V. veranstaltet und mit Mitteln der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung durchgeführt wurde, stand ein fast vergessenes Kapitel der Zeitgeschichte. In den Jahrzehnten der deutschen Teilung bestanden vielfältige enge Beziehungen und Bindungen zwischen West-Berlin und der Bundesrepublik Deutschland. Diese Verbundenheit wurde in den 1950er und 1960er Jahren durch große symbolische Gesten unterstrichen.

Sowohl die Bundesversammlungen und die Sitzungswochen des Bundestages, die an der Spree stattfanden, als auch die Präsenz von zahlreichen Bundeseinrichtungen in der Halbstadt brachten den Anspruch zum Ausdruck, dass Berlin trotz der Zweistaatlichkeit weiterhin die „natürliche“ Hauptstadt Deutschlands sei. Damit verband sich bei vielen Menschen die Hoffnung auf eine baldige Wiedervereinigung. Je länger die Teilung des Landes dauerte, desto mehr veränderten sich allerdings die Ziele und der grundsätzliche Charakter der Bundespräsenz. Erst mit der Wiedervereinigung eröffnete sich 1990 die historische Chance, das Herz der deutschen Politik vom Rhein zurück an die Spree zu verlegen (Programm/Plakat).

Die Beiträge, die auf der Konferenz gehalten wurden, werden derzeit für die Drucklegung vorbereitet. Damit sollen die Ergebnisse der Veranstaltung auch der interessierten Öffentlichkeit als Publikation vorgelegt werden. Der Sammelband wird im Frühjahr 2012 in der Reihe „Zeitgeschichte im Fokus“ beim be.bra wissenschaft verlag erscheinen.